Monatliche LLM-Kosten schätzen: Der praktische Weg

Die meisten Teams unterschätzen LLM-Kosten, weil sie mit Token beginnen und mit Verwirrung enden. Budgetplanung wird einfacher, wenn Sie zuerst die Nutzung modellieren.

Schritt 1: Starten Sie mit monatlichen Nutzer, nicht Gesamtnutzern

Budgets folgen aktiver Nutzung. Definieren Sie:

  • Nutzer (erwartete Nutzerakzeptanz)
  • Rollout-Phasen (Monat 1 vs. Monat 3 vs. Normalzustand)

Schritt 2: Modellieren Sie Anfragen pro Nutzer

Definieren Sie eine realistische Basislinie und einen Stresstest:

  • Basislinie: erwarteter „normaler Tag“
  • Stress: Spitzennutzung + Neuigkeitseffekte

Schritt 3: Definieren Sie Antwortlängen-Bänder

Sie brauchen keine exakten Token für das Budget. Nutzen Sie Bänder:

  • Kurz (Bestätigung, einfache Antworten)
  • Mittel (Erklärungen, Zusammenfassungen)
  • Lang (mehrstufiges logisches Denken, strukturierte Ausgaben)

Schritt 4: Vergleichen Sie Szenarien und wählen Sie eine Budget-Leitplanke

Ein nützliches Budget ist keine einzelne Zahl. Es ist:

  • Basisfall (was Sie erwarten)
  • High Case (was passieren kann)
  • Leitplanken (was Sie nicht überschreiten dürfen)

Häufig gestellte Fragen

Warum nicht einfach Token-Mathe nutzen?
Token-Mathe ist fehleranfällig und schwer zu kommunizieren. Nutzungsbasierte Modellierung ist für geschäftliche Stakeholder intuitiver.
Wie setze ich ein „High-Case“-Szenario?
Berücksichtigen Sie Tage mit Spitzenverkehr, Marketingkampagnen oder unerwartet starke Nutzungsmuster.
Welche Nutzungsannahmen sind für meinen Anwendungsfall vernünftig?
Starten Sie mit Daten von ähnlichen Features oder führen Sie einen Pilotversuch durch. Benchmarks variieren je nach Branche.
Wie kommuniziere ich Unsicherheit an Stakeholder?
Präsentieren Sie eine Spanne (Basis bis Hoch) anstelle einer einzelnen Punktschätzung.

Weiterführende Ressourcen